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Xiaomi-Beteiligung Amicro besteht Börsenanhörung in Hongkong: Umsatz plus 42 Prozent, Verlust wächst

Der chinesische Chipentwickler Amicro aus Zhuhai, der Navigationschips, Sensoren und Software für Reinigungs- und Serviceroboter liefert, hat am 30. September 2026 sein Post-Hearing-Informationspaket bei der Hongkonger Börse veröffentlicht und strebt eine Notierung nach Kapitel 18C an. Der Umsatz stieg 2025 um 42,3 Prozent auf 406,7 Millionen Yuan, der Nettoverlust wuchs auf 155,1 Millionen Yuan.

ROBOTNESS-Redaktion5 Min. Lesezeit

Xiaomi-Beteiligung Amicro besteht Börsenanhörung in Hongkong: Umsatz plus 42 Prozent, Verlust wächst (Illustration: ROBOTNESS)
Zusammenfassung

Mehr als 3,5 Millionen Navigationslösungen für Roboter hat Amicro im vergangenen Jahr verkauft. Nach Berechnung von ROBOTNESS brachte jede davon höchstens rund 110 Yuan Umsatz. Diese Spanne zwischen Stückzahl und Wert prägt den Börsengang, dem das Unternehmen aus dem südchinesischen Zhuhai am 30. September 2026 näher gekommen ist. An diesem Tag veröffentlichte es auf der Offenlegungsseite der Hongkonger Börse sein Post-Hearing-Informationspaket, das erst nach der Anhörung durch den Listing-Ausschuss erscheint.

Amicro, im Handelsregister als 珠海一微科技股份有限公司 eingetragen, beantragt laut Unterlagen eine Notierung im Hauptsegment nach Kapitel 18C, dem Hongkonger Regelwerk für spezialisierte Technologieunternehmen, in der Kategorie Robotik und Automatisierung. Emissionsvolumen, Preis und Mittelverwendung in Prozent sind geschwärzt. Sichtbar wird ein Zulieferer, der seine Bruttomarge binnen zwei Jahren mehr als vervierfacht hat und dennoch in jeder Berichtsperiode Verlust schreibt. Die Frage lautet, ob das untere Ende der Robotik-Elektronik ein tragfähiges Geschäft wird, bevor große Halbleiterhersteller den Markt besetzen.

Der Umsatz wächst schneller, als die Verluste schrumpfen

Der Umsatz stieg nach Angaben des Unternehmens von 206,0 Millionen Yuan 2023 auf 285,8 Millionen Yuan 2024 und 406,7 Millionen Yuan 2025, ein Plus von 42,3 Prozent im vergangenen Jahr und eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 40,5 Prozent über zwei Jahre. Von Januar bis April 2026 erreichte er 129,7 Millionen Yuan nach 86,1 Millionen Yuan ein Jahr zuvor, ein Zuwachs von 50,6 Prozent. Die Bruttomarge kletterte von 6,1 Prozent 2023 über 11,9 Prozent auf 27,7 Prozent 2025 und fiel in den ersten vier Monaten 2026 auf 23,9 Prozent.

Der Nettoverlust betrug 113,2 Millionen Yuan 2023, 98,9 Millionen Yuan 2024 und 155,1 Millionen Yuan 2025. Von Januar bis April 2026 lag er bei 66,7 Millionen Yuan, das 2,6-Fache des Vorjahreszeitraums mit 25,3 Millionen Yuan. Das Unternehmen führt die Verluste auf anhaltend hohe Forschungsausgaben zurück und darauf, dass der Rohertrag die Kosten noch nicht deckt. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung erreichten 2025 132,6 Millionen Yuan oder 32,6 Prozent des Umsatzes, nach 51,6 Prozent 2023; Anfang 2026 stieg die Quote wieder auf 43,9 Prozent. Zum 30. April 2026 verfügte Amicro über liquide Mittel von 171,8 Millionen Yuan, der operative Mittelabfluss lag 2025 bei 68,9 Millionen Yuan. Den Emissionserlös will das Unternehmen in seine Technologieplattform, den Ausbau des Kundenökosystems, strategische Zukäufe und Betriebskapital stecken.

Amicro: Kennzahlen 2023 bis April 2026 (Mio. Yuan)
  • 2023
    Umsatz
    206
    Nettoverlust
    113,2
    Bruttomarge %
    6,1
    F&E-Aufwand
    106,3
    F&E-Quote %
    51,6
  • 2024
    Umsatz
    285,8
    Nettoverlust
    98,9
    Bruttomarge %
    11,9
    F&E-Aufwand
    115,1
    F&E-Quote %
    40,3
  • 2025
    Umsatz
    406,7
    Nettoverlust
    155,1
    Bruttomarge %
    27,7
    F&E-Aufwand
    132,6
    F&E-Quote %
    32,6
  • Jan. bis Apr. 2025
    Umsatz
    86,1
    Nettoverlust
    25,3
    Bruttomarge %
    Keine Daten
    F&E-Aufwand
    Keine Daten
    F&E-Quote %
    39,4
  • Jan. bis Apr. 2026
    Umsatz
    129,7
    Nettoverlust
    66,7
    Bruttomarge %
    23,9
    F&E-Aufwand
    Keine Daten
    F&E-Quote %
    43,9

Quelle: Post-Hearing-Informationspaket von Amicro, HKEX, 30.09.2026. Offengelegte Werte, keine Schätzungen; null = nicht offengelegt. Zweijährige Wachstumsrate = (406,7/206,0)^(1/2) minus 1 = 40,5 %.

Stand: 1. Okt. 2026

Chip, Sensoren und Software aus einer Hand

Amicro verkauft sogenannte Lösungen für intelligente mobile Roboter auf Basis einer Plattform namens Amicro Core. Sie bündelt eigene robotikspezifische Ein-Chip-Systeme mit Modulen, Sensoren, Algorithmen, Entwicklungskits und Werkzeugketten. Es gibt drei Stufen: Trägheitsnavigation, unimodale Lösungen mit einem Hauptsensor und multimodale Lösungen, die mehrere Sensoren mit KI-gestützter Entscheidungslogik verbinden. 2025 entfielen 44,5 Prozent des Umsatzes auf multimodale, 31,6 Prozent auf unimodale Lösungen und 2,9 Prozent auf Trägheitsnavigation, hinzu kamen 16,0 Prozent für Zusatzmodule.

Amicro arbeitet ohne eigene Fertigung. Waferproduktion, Test und Gehäusung übernehmen Produktionspartner, heißt es in den Unterlagen. Die Kunden bauen Reinigungs-, Service- und Begleitroboter, dazu kommen Poolreinigung und gewerbliche Reinigung. Neu entwickelt wurden ein Linienlasersensor, ein multimodaler Drei-in-eins-Sensor und ein kompakter Lidar mit rotierendem Spiegel. Das Unternehmen meldet 1.363 Schutzrechte, darunter 1.125 erteilte Patente, davon 819 Erfindungspatente, sowie mehr als 142 im Ausland erteilte Patente.

Gegründet 2014, drei Viertel der Belegschaft in der Entwicklung

Gegründet wurde Amicro am 26. März 2014 als GmbH, am 13. August 2021 folgte die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft. Ende April 2026 arbeiteten 273 Beschäftigte in Forschung und Entwicklung, 75,8 Prozent der Belegschaft; daraus ergeben sich rund 360 Mitarbeiter insgesamt. Vorbörsliche Investoren halten etwa 66,97 Prozent, genannt werden unter anderem Xiaomi, SummitView Capital und China Merchants Capital.

Die Abhängigkeit von wenigen Kunden bleibt hoch. Der größte Kunde stand 2023 für 41,4 Prozent des Umsatzes, 2024 für 19,3 Prozent, 2025 für 28,2 Prozent und von Januar bis April 2026 für 26,3 Prozent. Die fünf größten Kunden kamen auf 67,9, 55,1, 44,6 und 57,0 Prozent.

Platz drei in einem zersplitterten Markt

Laut den in den Unterlagen zitierten Zahlen von Frost & Sullivan wuchs der Markt für Lösungen für intelligente mobile Roboter von 4,2 Milliarden Yuan 2021 auf 9,7 Milliarden Yuan 2025 und soll bis 2030 rund 38,1 Milliarden Yuan erreichen. Amicro ist gemessen am Umsatz 2025 der drittgrößte Anbieter in China mit rund 4,2 Prozent Marktanteil.

Das große Kapital in der Robotik-Elektronik fließt in höhere Segmente. D-Robotics sammelte am 17. September 400 Millionen US-Dollar in einer Serie C ein, SiMa.ai am 28. September 150 Millionen US-Dollar bei einer Bewertung von 1,45 Milliarden US-Dollar. Unitree notiert seit dem 18. August am Shanghaier STAR Market. Amicros Chips stecken dagegen in Haushalts- und Gewerbegeräten, die in Millionenstückzahlen verkauft werden.

Anbieter von Robotik-Rechentechnik: jüngste Kapitalmaßnahmen
  • Amicro
    Land
    CN
    Jüngste Kapitalmaßnahme
    HKEX-Anhörung bestanden (Kapitel 18C)
    Betrag (USD)
    Keine Daten
    Bewertung post-money (USD)
    Keine Daten
    Datum
    2026-09-30
  • D-Robotics
    Land
    CN
    Jüngste Kapitalmaßnahme
    Serie C
    Betrag (USD)
    400.000.000
    Bewertung post-money (USD)
    Keine Daten
    Datum
    2026-09-17
  • SiMa.ai
    Land
    US
    Jüngste Kapitalmaßnahme
    Serie C
    Betrag (USD)
    150.000.000
    Bewertung post-money (USD)
    1.450.000.000
    Datum
    2026-09-28
  • Unitree Robotics
    Land
    CN
    Jüngste Kapitalmaßnahme
    IPO am STAR Market
    Betrag (USD)
    Keine Daten
    Bewertung post-money (USD)
    Keine Daten
    Datum
    2026-08-18

Von ROBOTNESS geprüfte Angaben aus Unternehmensmitteilungen und Börsenunterlagen; null = nicht offengelegt oder nicht in USD (Unitree nahm beim STAR-IPO 6,1 Mrd. Yuan ein). Amicros Emissionsvolumen ist geschwärzt.

Stand: 1. Okt. 2026

Was das für Europas Industrie bedeutet

Ein Saugroboter muss dieselben drei Fragen beantworten wie ein Humanoide: Wo bin ich, was ist um mich herum, wohin fahre ich als Nächstes. Wer Prozessor, Sensorschnittstellen und Navigationssoftware als Paket liefert, senkt die Stücklistenkosten für Gerätehersteller ohne eigenes Robotikteam. Für europäische Hausgeräte- und Gartengerätehersteller, die mobile Roboter anbieten, verschiebt sich damit die Verhandlungsmacht, weil die Intelligenz im Gerät zunehmend als Standardbaustein aus China kommt. Hinzu kommt der Rechtsrahmen. Die EU hat KI-gesteuerte Maschinen aus dem Hauptpfad des AI Act herausgenommen und Roboterherstellern Zeit bis August 2028 gegeben, wie ROBOTNESS berichtete. Wer zugekaufte Navigationsplattformen nutzt, wird deren Sicherheitsnachweise nach unserer Einschätzung dennoch in die eigene Konformitätsbewertung einbinden müssen.

Offene Risiken

Anfang 2026 wuchsen die Verluste, während die Marge sank. Das deutet darauf hin, dass der Preiskampf bei Konsumrobotern die Zulieferer erreicht. Die liquiden Mittel vor dem Börsengang entsprachen rund 2,5 Jahren des operativen Mittelabflusses von 2025. Ein Kunde steht für mehr als ein Viertel des Umsatzes.

ROBOTNESS-Analyse

Amicros Börsengang ist eine Wette darauf, dass die billigsten Robotergehirne und nicht die leistungsfähigsten als erste im großen Stil Geld verdienen; die Zahlen für 2026 zeigen, dass diese Wette noch nicht aufgegangen ist.

Für den ersten Teil spricht das Volumen: mehr als 3,5 Millionen Einheiten, 40,5 Prozent jährliches Umsatzwachstum, 21,6 Prozentpunkte mehr Bruttomarge in zwei Jahren. Gegen den zweiten Teil spricht die Ergebnisrechnung: Der Rohertrag von rund 112,7 Millionen Yuan deckte 2025 nicht einmal die Entwicklungskosten von 132,6 Millionen Yuan, und der Verlust der ersten vier Monate 2026 entspricht bereits 43 Prozent des Gesamtjahresverlusts 2025.

Das stärkste Gegenargument verweist auf das Regelwerk selbst. Kapitel 18C wurde genau für Unternehmen in dieser Phase geschaffen, und ein Modell ohne eigene Fertigung mit drei Vierteln der Belegschaft in der Entwicklung hat einen Skaleneffekt, der erst ab einer bestimmten Stückzahl sichtbar wird. Der Margensprung 2025 stützt diese Sicht.

Positives Szenario. Der Anteil multimodaler Lösungen steigt weiter, die Marge kehrt in die hohen Zwanziger zurück, und dieselbe Plattform wird an Rasen-, Pool- und Gewerberoboter verkauft. Die Verbindung zu einem großen Elektronikkonzern öffnet neue Gerätekategorien.

Negatives Szenario. Gerätehersteller drücken die Preise weiter, große Chipanbieter integrieren Navigation in eigene Prozessoren, und der Margenrückgang 2026 erweist sich als dauerhaft. Dann übersteigen die Verluste den Emissionserlös, und Amicro muss binnen zwei Jahren erneut Kapital aufnehmen.

Signale, die wir beobachten:

  • Der endgültige Prospekt mit Emissionsvolumen, Preisspanne und Mittelverwendung nach der Anhörung
  • Der Jahresabschluss 2026, fällig bis 31. März 2027 nach den Regeln des Hauptsegments, mit der Frage, ob die Bruttomarge wieder über 27,7 Prozent liegt
  • Der Umsatzanteil des größten Kunden im selben Bericht, verglichen mit 28,2 Prozent 2025
Eckdaten
Dokument
Post-Hearing-Informationspaket, HKEX, 30.09.2026
Börsensegment
Hauptsegment, Kapitel 18C (Robotik und Automatisierung)
Umsatz 2025
406,7 Mio. Yuan (+42,3 %)
Nettoverlust 2025
155,1 Mio. Yuan
Bruttomarge 2025
27,7 % (2023: 6,1 %)
Januar bis April 2026
Umsatz 129,7 Mio. Yuan, Verlust 66,7 Mio. Yuan
Stückzahl
Mehr als 3,5 Mio. Lösungen 2025
Marktposition
Nr. 3 in China, rund 4,2 % Anteil (Frost & Sullivan)
Liquide Mittel
171,8 Mio. Yuan zum 30.04.2026
Investoren
Xiaomi, SummitView Capital, China Merchants Capital
Quellen
ROBOTNESS Intelligence
  1. 01

    Warum das wichtig ist

    Amicro ist der erste nennenswerte Börsenkandidat, dessen Produkt nicht der Roboter ist, sondern die Navigationselektronik in Massenrobotern. Die geprüften Zahlen zeigen erstmals die Stückkosten-Logik von Robotik-Elektronik bei Konsumvolumen: mehr als 3,5 Millionen Einheiten, rund 386 Millionen Yuan Lösungsumsatz, also höchstens etwa 110 Yuan je Einheit.

    Diese Zahl wird zum Anker für die Bewertung von Roboterchips. Anbieter für Humanoide argumentieren mit hohen Stückpreisen bei geringen Mengen; Amicro zeigt das Gegenmodell nach über einem Jahrzehnt. Gelingt der Börsengang, dürften weitere chinesische Anbieter günstiger Roboter-Chips und Sensoren über Kapitel 18C nach Hongkong drängen.

  2. 02

    Wettbewerbsanalyse

    In China ist D-Robotics der naheliegende Vergleich: 400 Millionen US-Dollar in der Serie C vom 17. September, um Sunrise-Chips als Rechenbasis an Roboterhersteller zu verkaufen. Außerhalb Chinas finanziert SiMa.ai mit 150 Millionen US-Dollar bei 1,45 Milliarden US-Dollar Bewertung Edge-KI-Chips für Humanoide, Autos und Drohnen.

    Aus europäischer Sicht fehlt nach unserer Kenntnis ein vergleichbarer Anbieter in Serie. Europas Robotik-Kapital floss 2026 vor allem in Plattformen wie NEURA Robotics, deren Serie C bis zu 1,4 Milliarden US-Dollar umfasst, nicht in Navigationschips für Haushaltsgeräte. Amicros eigentliche Konkurrenz sind die Entwicklungsabteilungen großer Saugroboter-Marken und Anbieter von Universalprozessoren, die Navigation mitliefern.

  3. 03

    Bewertungskontext

    Volumen und Preis der Emission sind geschwärzt, eine Bewertung lässt sich noch nicht errechnen. Messbar ist die Umsatzbasis: 406,7 Millionen Yuan 2025, 40,5 Prozent jährliches Wachstum über zwei Jahre, Nettoverlustquote 38,1 Prozent.

    Die privaten Finanzierungen im September (D-Robotics 400 Millionen US-Dollar, SiMa.ai 1,45 Milliarden US-Dollar Bewertung) wurden auf erwartete Nachfrage nach Humanoiden und Edge-KI bepreist, nicht auf laufenden Umsatz. Wir messen den späteren Emissionspreis an zwei Größen: dem Umsatzmultiplikator verlustschreibender 18C-Titel und dem Kapitalbedarf aus 68,9 Millionen Yuan operativem Abfluss 2025 plus steigender Entwicklungskosten.

  4. 04

    Folgen für die Lieferkette

    Amicro ist ein Fabless-Anbieter und auf externe Partner für Waferfertigung, Test und Gehäusung angewiesen. Der größte Lieferant kam 2025 auf 13,9 Prozent der Einkäufe nach 38,2 Prozent 2023. Foundry und Prozessknoten nennt das Unternehmen nicht, das Risiko durch Kapazitätsengpässe oder Exportkontrollen bleibt daher offen.

    Die Kunden sitzen überwiegend in der südchinesischen Gerätefertigung, die weltweit exportiert. Mit eigenen Linienlaser-, Drei-in-eins- und Lidar-Sensoren will Amicro mehr Wertschöpfung rund um den Chip übernehmen. Für europäische Abnehmer heißt das: Chip, Sensorik und Software kämen aus einer chinesischen Quelle, was die Lieferkettenprüfung vereinfacht, die Abhängigkeit aber erhöht.

  5. 05

    Worauf jetzt zu achten ist

    Erstens der endgültige Prospekt mit Emissionsvolumen, Preisspanne, Ankerinvestoren und der prozentualen Aufteilung auf Entwicklung, Ökosystem, Zukäufe und Betriebskapital. Ein hoher Anteil für Übernahmen würde auf eine Konsolidierung des zersplitterten Zulieferermarkts hindeuten.

    Zweitens der Jahresabschluss 2026 bis 31. März 2027: Bruttomarge (2025: 27,7 Prozent, Januar bis April 2026: 23,9 Prozent), Anteil des größten Kunden (2025: 28,2 Prozent) und Anteil multimodaler Lösungen (2025: 44,5 Prozent). Drittens Aufträge außerhalb der Bodenreinigung, etwa für Mähroboter oder gewerbliche Systeme.

  6. 06

    Analystensicht

    These: Amicro belegt, dass es einen Massenmarkt für Roboter-Navigationschips gibt, aber noch keinen profitablen; der Börsengang kauft Zeit, damit Produktmix und Größe die Lücke schließen. Zuversicht: mittel. Geprüfte Stückzahlen und Margentrend sprechen dafür, der steigende Verlust Anfang 2026 und die geschwärzten Konditionen dagegen.

    Was unsere Sicht ändern würde: zwei Berichtsperioden in Folge mit mehr als 28 Prozent Bruttomarge und weniger als 35 Prozent Entwicklungsquote. Sinkt die Marge weiter, während der Anteil des größten Kunden steigt, würden wir negativer urteilen.

  7. 07

    Offene Fragen

    Welcher Anteil des Umsatzes 2025 stammte von Kunden außerhalb der Bodenreinigung, und wie schnell wächst er?

    Warum fiel die Bruttomarge Anfang 2026 von 27,7 auf 23,9 Prozent, wegen Preisen, Produktmix oder Bauteilkosten?

    Bei welcher Foundry und in welchem Prozessknoten werden die Chips gefertigt, und gibt es eine zweite Quelle?

    Welcher Anteil des Emissionserlöses ist für Übernahmen vorgesehen, und in welchem Teil der Sensor- oder Softwarekette?