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Gradient führt 7,6-Millionen-Dollar-Runde bei Feather an, das einen Zweiarm-Roboter für 29.990 Dollar ohne festes Gehirn verkauft

Feather Robotics, ein US-Start-up, das eine fahrbare Zweiarm-Roboterplattform mit offener Hardware für 29.990 Dollar verkauft, hat 7,6 Millionen Dollar in einer von Gradient geführten Runde eingesammelt, wie der Lead-Investor am 30. September 2026 mitteilte. Laut Gradient hat Feather bereits mehr als 1 Million Dollar Umsatz erzielt.

ROBOTNESS-Redaktion1 Min. Lesezeit

Gradient führt 7,6-Millionen-Dollar-Runde bei Feather an, das einen Zweiarm-Roboter für 29.990 Dollar ohne festes Gehirn verkauft (Illustration: ROBOTNESS)
Zusammenfassung

Feather Robotics verkauft den Körper und überlässt Rechentechnik und KI-Modell dem Käufer. Für dieses Konzept hat das US-Start-up 7,6 Millionen Dollar eingesammelt. Lead-Investor Gradient schrieb in seinem am 30. September veröffentlichten Newsletter, man habe die Runde angeführt; BuilderVC, Geometry, SEED Innovations und Virgo VC beteiligten sich. Feather habe sich im September öffentlich gezeigt, mehr als 1 Million Dollar Umsatz erzielt und Roboter in Fertigung und Gastronomie im Einsatz. Rundenbezeichnung, Bewertung und Mittelverwendung wurden nicht genannt.

Laut Website kostet die Plattform 32.990 Dollar, zur Einführung 29.990 Dollar. Sie bietet offene Hardware, 600 mm Hub, 1 m Reichweite, eine omnidirektionale Basis mit bis zu 1,3 m/s und zwei im Betrieb tauschbare Akkus für 10 Stunden. Feather liefert nach eigenen Angaben bereits aus. Gradient begründet die Wette mit Lohnkosten: Eine Arbeitskraft koste 50.000 bis 60.000 Dollar im Jahr, stattdessen lasse sich ein Feather-Roboter kaufen. CEO Hoa Mai, zuvor bei Google und Apple, hat Kind Humanoid mitgegründet, das von 1X übernommen wurde; Mitgründer Parsa Bakhtiari war bei Tesla im Hochlauf des Model 3 tätig.

ROBOTNESS-Analyse

Feather setzt darauf, dass das Geld bei Universalrobotern dort landet, wo das Modell entsteht; der Körper soll billig und offen sein, die Programmierung ist Sache des Kunden.

Mit 7,6 Millionen Dollar ist es die drittgrößte von fünf frühen Robotikrunden, die ROBOTNESS am 29. und 30. September verifiziert hat, und entspricht 19 Prozent der zusammen 40,1 Millionen Dollar. Das stärkste Gegenargument ist die Marge: Eine offene Plattform um 30.000 Dollar konkurriert über den Preis mit chinesischer Hardware und überlässt den Softwarewert dem Kunden. Für europäische Forschungseinrichtungen und Integratoren ist ein offener Zweiarm-Roboter mit US-Ursprung eine Alternative, sofern Service und CE-Konformität geklärt sind; das ist unsere Einschätzung. Im günstigen Fall wird Feather zum Standardkörper für Labore und Modellfirmen, im ungünstigen Fall wandern Käufer zu günstigeren chinesischen Armen. Zu beobachten sind bis 30. Juni 2027 eine benannte Serie A, offengelegte Stückzahlen und eine Modellfirma, die Feather als Referenzroboter nennt.

Finanzierungshistorie Feather Robotics
  • 2026-09-30
    Runde
    ohne Bezeichnung
    Betrag (Mio. USD)
    7,6
    Lead-Investor
    Gradient

Einzige offengelegte Runde, Datum des Gradient-Newsletters. Bewertung nicht genannt. Offengelegte Werte, keine Schätzungen.

Stand: 1. Okt. 2026

Von ROBOTNESS verifizierte frühe Robotikrunden, 29. bis 30. September 2026
  • Inbolt
    Segment
    KI-Vision für Industrieroboter
    Runde
    ohne Bezeichnung
    Betrag (Mio. USD)
    12,5
    Bekanntgabe
    2026-09-30
  • Destro AI
    Segment
    Orchestrierung von Lagerrobotern
    Runde
    Seed
    Betrag (Mio. USD)
    8
    Bekanntgabe
    2026-09-29
  • Feather Robotics
    Segment
    Offene Zweiarm-Plattform
    Runde
    ohne Bezeichnung
    Betrag (Mio. USD)
    7,6
    Bekanntgabe
    2026-09-30
  • Aleph Surgical
    Segment
    Autonome Chirurgieroboter
    Runde
    Pre-Seed
    Betrag (Mio. USD)
    7,5
    Bekanntgabe
    2026-09-30
  • Tangent Robotics
    Segment
    Taktile Roboterhände
    Runde
    Pre-Seed
    Betrag (Mio. USD)
    4,5
    Bekanntgabe
    2026-09-30

Beträge laut Primärmitteilung. Summe 40,1; Anteil Feather = 7,6 / 40,1 = 19 %. Offengelegte Werte, keine Schätzungen.

Stand: 1. Okt. 2026

Eckdaten
Volumen
7,6 Mio. US-Dollar
Runde
ohne Bezeichnung
Lead-Investor
Gradient
Weitere Investoren
BuilderVC, Geometry, SEED Innovations, Virgo VC
Offengelegt
30. September 2026 (Gradient-Newsletter)
Produkt
Fahrbare Zweiarm-Plattform mit offener Hardware, 32.990 Dollar Liste, 29.990 Dollar Einführungspreis
Technik
600 mm Hub, 1 m Reichweite, bis 1,3 m/s, 10 h mit zwei Wechselakkus
Umsatz
über 1 Mio. US-Dollar (Gradient)
Quellen
ROBOTNESS Intelligence
  1. 01

    Warum das wichtig ist

    Feather verkauft Entwicklern eine zweiarmige mobile Plattform statt eines geschlossenen Komplettroboters. Wenn Modellfirmen und Labore einen Standardkörper zum Trainieren und Testen suchen, kann eine günstige, offene Plattform mit Wechselakkus und omnidirektionaler Basis zur Infrastruktur werden.

    Bestätigt das Unternehmen selbst den von Gradient genannten Umsatz von über 1 Million Dollar, läge Feather bei der Kommerzialisierung vor vielen frühen Robotik-Start-ups.

  2. 02

    Wettbewerbsanalyse

    Wettbewerber sind preisgünstige chinesische Forschungsplattformen und Roboterarme sowie integrierte Humanoidenhersteller wie 1X mit eigener Software. Feathers Gründer hat Kind Humanoid an 1X verkauft, kennt das integrierte Modell also von innen und hat den Gegenweg gewählt.

    In der ROBOTNESS-Stichprobe von Ende September ist Feather die einzige Hardwareplattform. Das französische Inbolt verkauft Vision-Software, Destro AI Orchestrierungssoftware, Tangent Robotics taktile Hände und Aleph Surgical autonome Chirurgiesysteme.

  3. 03

    Bewertungskontext

    Eine Bewertung wurde nicht genannt. 7,6 Millionen Dollar sind 19 Prozent der 40,1 Millionen Dollar aus fünf frühen Robotikrunden, die ROBOTNESS am 29. und 30. September 2026 verifiziert hat. Beim Einführungspreis entspricht die Runde dem Listenwert von rund 253 Robotern, eine reine Größenordnung ohne Aussage zur Marge.

  4. 04

    Folgen für die Lieferkette

    Feather nennt weder Zulieferer noch Montageort noch die Herkunft von Antrieben und Akkus. Eine offene Plattform um 30.000 Dollar lässt wenig Raum für teure Komponenten, was Stückliste und Zollrisiken zur Schlüsselfrage macht. Für einen Vertrieb in der EU kämen Maschinenverordnung und CE-Kennzeichnung hinzu.

  5. 05

    Worauf jetzt zu achten ist

    Erstens eine Serie A mit Bewertung bis 30. Juni 2027. Zweitens offengelegte Stückzahlen oder namentlich genannte Kunden in Fertigung und Gastronomie. Drittens eine Modellfirma oder Hochschule, die Feather als Referenzhardware nennt.

  6. 06

    Analystensicht

    These: Feather ist ein günstiger Körper für fremde Robotergehirne. Zuversicht: niedrig. Die Umsatzangabe stammt vom Investor, nicht vom Unternehmen, und es gibt weder Stückzahlen noch Kundennamen. Offengelegte Auslieferungen und Wiederholungskäufer würden unsere Zuversicht erhöhen.

  7. 07

    Offene Fragen

    Wie viele Roboter wurden an wen ausgeliefert? Wo wird montiert, und welche Antriebe kommen zum Einsatz? Welche Bruttomarge erlaubt der Einführungspreis? Plant Feather eigene Software oder Modelle? Wie heißt die Runde, und zu welchen Bedingungen? Ist ein Vertrieb in der EU mit CE-Kennzeichnung geplant?